Der
Titel dieses Projekts will zweideutig verstanden sein.
Einerseits setzt sich "Stadtkunst" mit Menschen, (Lebens)räumen,
Lebensweisen, gesellschaftlichen Veränderungen, Rhythmen, Bildern,
Klängen, Geräuschen des städtischen Alltags auseinander, andererseits
will "statt Kunst" der Frage nach dem aktuellen Stellenwert, den
Möglichkeiten, der Bedeutung, den Aufgaben der zeitgenössischen
Kunst in bzw. für die Gesellschaft nachgehen.
So war - auch wenn sich das Projekt mittlerweile in eine andere
Richtung weiterentwickelt hat - die Frage nach einer adäquaten
künstlerischen Reaktion auf das Ergebnis der Volksabstimmung zum
Neubau des Linzer Musiktheaters eine wesentliche Initialzündung
für staTdT_kunst.
Stellvertretend für unzählige andere Städte soll in diesem Projekt
zunächst Linz aus ungewohnten Blickwinkeln betrachtet und neu
portraitiert werden.
Vielfältiges Bild- und Tonmaterial wird gesammelt, ungewöhnliche
"Straßenmusik" initiiert, Passanten interviewt, etc.
Via Internet besteht die Möglichkeit zur Interaktion und
zuer Diskussion.
Im Multimedia_Konzert StaTdT_Kunst werden die vielfältigen
Eindrücke einander gegnübergeestellt, aufeinander bezogen,
mit Musik und Text kommentiert und kontrastiert, usw. Die einzelnen
Teilfragmente werden collagenartig aneinandergefügt. Die Vielzahl
subjektiver Einzelwahrnehmungen soll ein etwas objektiveres Gesamterlebnis
von Stadt, Kunst und Gesellschaft entstehen lassen.